Wie ich bei der Arbeit erfolgreich wurde

Masakatsu Sumi

Nachdem ich die Berufsschule abgeschlossen hatte, wurde ich ein Regierungsangestellter. Kurz nachdem ich mit der Arbeit begonnen hatte, wurde ich Mitglied von Happy Science und arbeitete hart und enthusiastisch, um die Gesellschaft zu verbessern.

Mein Enthusiasmus drückte sich in Ergebnissen aus. Ich wurde positiv beurteilt, und mein Chef schlug vor, dass ich am Eingangstest für in Frage kommende leitende Beamte teilnehme. Während der kurzen Zeit zwischen der Arbeit lernte ich fleißig für die Prüfung, und so bestand ich die Prüfung schließlich, trotz des scharfen Wettbewerbs. Nach der Einarbeitungsphase wurde ich der allgemeinen Verwaltung zugeteilt.

 

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Ich war wirklich enthusiastisch über meine Arbeit, aber ich erlebte ständig, dass ich nicht weiterwusste. Mein neuer Job war ganz anders als die Arbeit, die ich vorher getan hatte. Was die Lage noch schlimmer machte, war, dass mein Erfolg bei der Prüfung dafür sorgte, dass meine Kollegen und Vorgesetzten besonders streng mit mir waren. Sie sagten, „Es zählt grundsätzlich zum Arbeitsethos, dass Du Dich selbst um Deine Arbeit kümmerst“. Sie schoben mich zur Seite und schrien mich an, wenn ich Fehler machte. „Wie kommst Du mit dieser Arbeit voran? Wieso ist sie noch nicht fertig?!“ Es gab kaum einen Tag, wo ich nicht von meinem Chef angeschrien wurde.

Die Verzögerung meiner Arbeiten fing an, sich auf die anderen Abteilungen negativ auszuwirken, und die Beschwerden häuften sich. Ich kam an den Punkt, an dem jemand mir sogar direkt ins Gesicht sagte, „Die Abteilung für allgemeine Verwaltungsangelegenheiten ist schlechter geworden, seitdem Du gekommen bist“. Jeder Tag war eine Tortur. Ich weiss nicht, wie oft ich beinahe gefragt hätte, ob sie mich nicht an meinen vorigen Posten zurückkehren lassen.

Selbst in dieser Notlage versuchte ich, mich auf eine weitere Prüfung vorzubereiten, die mich die Karriereleiter hochkatapultieren würde. Ich wollte meinem Chef meine Fähigkeiten beweisen, indem ich befördert wurde.

Eines Tages rief er mich zu sich. Den Bericht, den ich zusammengestellt hatte, war in seiner Reihenfolge total verdreht. Er sagte, „Wie kommen Sie darauf, an eine Beförderung zu denken? Je höher Sie befördert werden, desto härter wird die Arbeit. Sie schaffen aber noch nicht mal die Arbeit, die Sie jetzt zu tun haben!“ Ich war sprachlos.

Seitdem ich bei meinem neuen Posten angefangen hatte, habe ich mich durch all die Beschwerden meines Chefs nur schlecht und minderwertig gefühlt. In diesem Moment begriff ich, dass ich aufgrund dieser Verletzung eine weitere Beförderung erreichen wollte, die aber meine Möglichkeiten überstieg.

Dann erinnerte ich mich daran, dass ich in der Vergangenheit schon mal einen ähnlichen Fehler gemacht hatte.

Als ich aufs Gymnasium ging, wurde ich eines Tages krank, und ich fiel mit meinen Noten bis auf den vorletzten Platz zurück. Um diese Misere zu überwinden und zu beweisen, dass ich etwas wert bin, versuchte ich zweimal, die Aufnahmeprüfung für eine Elite-Schule zu bestehen, wozu ich aller Voraussicht nach wenig Chancen hatte, und ich fiel prompt beides mal durch.

Ich begriff, dass ich dasselbe Muster des Scheiterns wiederholte, und so entschied ich, meine fixe Idee nach einer Beförderung, die meine Fähigkeiten überstieg, aufzugeben, und zu versuchen, gute Ergebnisse in meiner jetztigen Position zu erzielen.

Durch eine gründliche Praxis von Meister Okawas Lehre löste ich das Problem:

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„Wenn Du Dein Leben ändern willst, wende Denk- oder Verhaltungsmuster an, die sich von Deinen eigenen unterscheiden.“

Aus seinem Buch „Das Gesetz der Wunder.“

Als Erstes hielt ich Ausschau nach Aufsichtspersonen und Vorgesetzten, bei denen ich das Gefühl hatte, dass sie gute Arbeit leisten und machte sie zu meinem Vorbild. Dann untesuchte ich genau ihre Denk- und Arbeitsmuster, um zu verstehen, worin sie sich von den meinigen unterscheiden.

Die erste Sache, die mir auffiel war, dass diejenigen, die wirklich gut arbeiten können, ohne Ausnahme ihre Arbeit planen, indem sie in ihren Kalendern eintragen, was sie heute und in den kommenden Tagen zu tun haben. Ich dagegen habe meinen Tag immer damit begonnen, den immensen Berg an Papier auf meinem Schreibtisch anzustarren, ohne jede Ahnung, womit ich anfangen sollte. So fing ich an, festzusetzen, „was bis wann“ getan werden muss und „was Vorrang hat“ und begann meine Arbeit mit dieser Art der Vorbereitung.

Mir wurde auch bewusst, dass ich einen Mangel an Veratändnis dafür hatte, was den Kern meiner Arbeit ausmacht, wenn mein Chef nachfragte, konnte ich ihm nicht richtig erklären, was ich tat. Also fing ich an, die Gesetze und Bestimmungen zu lesen, um meine Arbeit insgesamt zu klären. Auf diese Art kopierte ich das Arbeitsverhalten meiner Kollegen eins zu eins.

Dann wurde eines Tages plötzlich eine meiner Vorgesetzten versetzt, und ich hatte plötzlich die Arbeit für zwei Personen auf einmal zu erledigen. Der Arbeitsumfang war so groß, dass, wenn ich noch immer derselbe wäre wie bis vor kurzer Zeit, ich bestimmt zusammengebrochen wäre. Ich überraschte mich jedoch selbst, dadurch, dass ich schaffte, die doppelte Last zu meistern.

Mir wurde gesagt: „Der Grund, weshalb wir uns noch immer über Wasser halten, obwohl eine Person fehlt, ist Dein Einsatz. Du bist der Rettungsanker dieser Abteilung“.

Nur sechs Monate, nachdem ich mein Denken veränderte  und Fortschritt gemacht hatte, stellte diese Beurteilung meines Chefs genau das Gegenteil zu seiner vorhergehenden dar.

Als ich zunehmend Vertrauen fasste, verschwand nach und nach meine fixe Idee nach einer Beförderung, und stattdessen entwickelte ich den Wunsch, weiter zum Erfolg der Abteilung beizutragen. Dann begannen merkwürdigerweise Leute, die mich vorher zurückgewiesen hatten, mich bei meiner Arbeit zu unterstützen.

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Ein Jahr später wurde ich zum Manager befördert, und mir wurde die Verantwortung zuteil, meine Untergebenen anzuleiten. Als ich alles tat, nur um die Anerkennung meines Vorgesetzten zu erhalten, saß ich im Sumpf des Leidens und kam nicht wieder heraus. Als ich aber meinen Geisteszustand änderte, indem ich meine starken Begierden überwand und das Beste in der Umgebung tat, die mir geschenkt worden war, öffneten sich die Türen vor mir.

Es ist nun sehr real für mich, dass diese Welt durch Gottes Willen erzeugt wurde und Leid nur dadurch entsteht, dass Dein Wunsch nicht mit Gottes Willen übereinstimmt. Solange Du damit beschäftigt bist, nur Deinen eigenen Vorteil zu suchen, wirst Du niemals einen Weg aus der Not herausfinden.

Die Not, die ich erlebt habe, war gewiss schwierig. Doch sie erlaubte mir, die Fehler in meinem Herzen herauszufinden und lies mich mental und spirituell wachsen. Ich werde diese Lehre wertschätzen und weiterhin arbeiten, um zur Verbesserung meines Arbeitsplatzes und der Gesellschaft einen Beitrag zu leisten.